Presserundgang zum Thema "Großsiedlungen"

Presserundgang zum Thema "Großsiedlungen"

mit Senator Geisel und Staatssekretärin Radziwill

Die Gropiusstadt im Neuköllner Süden ist eine der 51 Berliner Großwohnsiedlungen. Für rund 38.000 Menschen ist sie Wohnort und Lebensmittelpunkt. Großsiedlungen sind immer wieder im Fokus von Stadtplaner*innen und -forscher*innen, Architekt*innen, Soziolog*innen und Journalist*innen. Und QM-Teams stehen diesem Personenkreis Rede und Antwort, um über nachbarschaftliches Zusammenleben, die Nutzung des öffentlichen Raums oder über die Wohnzufriedenheit in einer Großsiedlung zu informieren. So auch dem Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Andreas Geisel, und der Staatsekretärin für Mieterschutz und Quartiersentwicklung, Ülker Radziwill. Sie luden am 21. September Vertreter*innen der Presse in die Gropiusstadt ein und machten deutlich, dass das Leben in einer Großsiedlung oftmals viel besser ist, als ihr Ruf. Gerade der Gropiusstadt haftete lange das Image eines „Hochhaus-Ghettos“ an. Vor allem seit der Veröffentlichung des Romans von Christiane F. in den 1980er Jahren, denn dieser zeichnete ein eher düsteres Bild des Stadtteils.

Doch seitdem hat sich sehr viel getan. Nicht zuletzt durch den Einsatz des Quartiersmanagements Gropiusstadt/Lipschitzallee von 2005 bis 2020, das über das Programm „Soziale Stadt“ zahlreiche Projekte umsetzte. Es wurden unter anderem Bildungsprojekte gestartet, die Vernetzung der sozialen Einrichtungen und Vereine gestärkt, Veranstaltungen zur Verbesserung des nachbarschaftlichen Miteinanders durchgeführt und der öffentliche Raum aufgewertet. In diesem Zusammenhang wurde der Lipschitzbrunnen wieder zum Sprudeln gebracht und 2020 eingeweiht. Seitdem avancierte er mit seinen Sitzbänken drum herum zu einem beliebten Treffpunkt für die Nachbarschaft. Insgesamt zeigt sich, dass die Gropiusstädter*innen lange und gern in ihrem Stadtteil wohnen. Die degewo mit großen Beständen im Stadtteil konnte anhand aktueller Mieterumfragen von der großen Wohnzufriedenheit ihrer Mieter*innen berichten und unterstützt mit ihren Aktivitäten auch das nachbarschaftliche Miteinander.

2021 startete das neue Quartiersmanagement-Gebiet Gropiusstadt Nord und nimmt sich im Rahmen des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ der weiteren Unterstützung des Stadtteils an.

Beim Rundgang wurden die Pressevertreter*innen vom QM-Team und weiteren lokalen Akteuren umfassend über die Aktivitäten im Rahmen der vor Ort eingesetzten Förderprogramme und Initiativen informiert. Das Projekt „ALBA Kooperationsverbund“ – mit dem Basketballverein ALBA Berlin als Träger – bringt jede Woche 1.500 Schüler*innen aus Kitas und Grundschulen in Bewegung und legt damit den Grundstein für ein bewegtes, gesundes Aufwachsen. Die Gropiusstädter Bewohner*innen-Vertretung veranstaltet gemeinsam mit der Stadtteilkoordination Feste und Aktionen, die die Nachbarschaft zusammen- und in den Austausch bringen. Über das Städtebauförderprogramm Zukunft Stadtgrün wurde im Grünzug u. a. ein inklusiver Holzspielplatz und ein Jugendbereich mit Calisthenics-Anlage, Tischtennisplatte und Sitzgelegenheiten geschaffen und kürzlich eröffnet.

Der Rundgang hat verdeutlicht, was durch den Einsatz von Förderprogrammen und engagierten Menschen vor Ort und in den Verwaltungen möglich ist. Wie sich ein Stadtteil weiter gut entwickeln kann, damit die Menschen gern hier leben und das vorfinden, was sie brauchen, sowohl an Unterstützung, als auch für Freizeit und gutes Wohnen.

Beim Rundgang kündigte Senator Geisel das neue Programm „Sauberkeit und Sicherheitsempfinden in Großsiedlungen“ an, das im September 2022 für ausgewählte Großsiedlungen beginnt.

Quartiersbüro
Gropiusstadt Nord

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S.T.E.R.N.
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